Der Monopoly-Sammler

Andreas Gruntrum. Foto: Sebastian Wenzel

Andreas Guntrum sammelt in seiner Freizeit ungewöhnliche Monopoly-Ausgaben. Über hundert Schachteln stapeln sich in seinen Regalen – darunter eine Edition aus Schokolade und ein illegales Plagiat aus der Zeit des Kalten Krieges.

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Zeitreise mit Dostojewski

Casino Wiesbaden. Foto: Sebastian Wenzel

Fjodor Dostojewski ist pleite. Beim Roulette hat der russische Schriftsteller 1865 in Wiesbaden 3.000 Goldrubel verzockt. Jetzt braucht er Geld. Schnell. In nur 26 Tagen diktiert er der Stenografin Anna Grigorjewna Snitkina den autobiografischen Roman „Der Spieler“. Das Drama wird ein Klassiker der Weltliteratur. Die Spielbank Wiesbaden freut sich noch heute über die kostenlose Werbung durch den Roman. Seit dem Besuch von Dostojewski hat sich in dem Casino allerdings einiges geändert. Nur eines ist gleich geblieben: Die Gäste träumen vom Glück und dem großen Gewinn. Wir auch.

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Judenvernichtung als Brettspiel

Das Brettspiel Train von Brenda Brathwaite thematisiert den Holocaust und irritiert damit die Spieler. Foto: Buzzpuzzle/Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Das Brettspiel Train schockiert. Die Gewinner fühlen sich schlecht. Einige weinen. Selbst der Staat hatte Probleme mit dem Werk von Brenda Brathwaite. Alle, die vor wenigen Monaten bei Google nach „Train“ und „Brettspiel“ suchten, sahen den Hinweis: „Aus Rechtsgründen hat Google 1 Ergebnis(se) von dieser Seite entfernt.“ Inzwischen ist diese Meldung verschwunden.

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Udo Bartsch: „Ich urteile mit dem Herzen“

Udo Bartsch. Foto: Spiel des Jahres, 2020

In Deutschland gibt es vergleichsweise wenige Journalisten, die professionell Gesellschaftsspiele rezensieren. Udo Bartsch ist einer davon. Für den Weser-Kurier ist “Bartsch in der Welt der Brettspiele so etwas wie Marcel Reich-Ranicki für die Literaturkritik”. Sein Urteil sei gefürchtet. Im Interview verrät das „Spiel des Jahres“-Jurymitglied, was eine gute Spielerezension ausmacht, wie Verlage auf negative Kritiken reagieren und welche Spieler er empfiehlt.

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„Tiptoi ist ein Mehrwert für Brettspiele“

Sprechende Stifte revolutionieren Kinderspiele. Sie heißen Tiptoi, Toystick oder Ting und erwecken Brettspiele zum Leben. Aus den integrierten Lautsprechern bellen Hunde, brummen Traktoren oder prasseln Regentropfen. Im Interview verrät der Spieleautor Marco Teubner, welche neuen Spielerfahrungen die elektronischen Stifte sonst noch ermöglichen.

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Mächtiger als Merkel: Wie Spieleautoren Gesetze machen

Wie bringt man Menschen dazu, freiwillig Regeln anzunehmen? Warum sind Spiele leicht verständlich, machen Spaß und animieren zu kooperativer Konkurrenz? Warum sind Gesetze kompliziert, erzeugen Widerwillen und wirken so oft unfair? Marcel-André Casasola Merkle beantwortete diese und andere Fragen auf der Republica in seinem Vortrag „Mächtiger als Merkel: Wie Brettspielentwickler Gesetze machen (würden)“.

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Hotelgäste im Spielerausch

Foto: KMW

Jeden Herbst verwandelt sich das Ramada Hotel Willingen für zehn Tage in ein Paradies für Brettspieler. Während der Aktion „Spieletreff Sauerland“ beträgt die Zimmerauslastung fast hundert Prozent – und das in der Nebensaison.

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Urteil: Mau Mau ist ein Glücksspiel

Mau Mau. Foto: top10-casinosites, Pixabay

Wann entscheidet beim Kartenspiel das Glück über Sieg und Niederlage? Wann die Taktik? Die Richter des Verwaltungsgerichts Düsseldorf haben Mau Mau analysiert. Ihr Urteil: Beim bekannten Gesellschaftsspiel überwiegen die Zufalls-Elemente. Es handelt sich um ein Glücksspiel – anders als bei Skat.

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Atomstrom ist Trumpf

Michael Mieß möchte, dass Menschen nicht die Augen vor den Gefahren der Atomkraft verschließen. Sein AKW-Quartett soll Interessierte über Kernkraftwerke aufklären. Foto: Till Werhan

Je mehr Kernkraftwerke, desto besser: Das ist das Motto beim AKW-Quartett des Berliners Michael Mieß. Wer im Spiel fleißig Reaktoren sammelt, gewinnt die Runde und Wissen. Der Energiekonzern Eon findet das alles andere als super.

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Poker ist kein reines Glücksspiel

Poker. Foto: Free-Photos, Pixabay

Der Deutsche Pius Heinz hat das wichtigsten Poker-Event der Welt gewonnen. War das Glück? Können? Zufall? Über die Antwort auf die Frage streiten Experten. Für den Bild- Journalisten Franz Josef Wagner ist jedoch klar, dass Pius nur Glück gehabt hat. Wir widersprechen – standesgemäß in einem offenen Brief.

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Auferstanden aus Kopien

DDR-Monopoly. Foto: Sebastian Wenzel

Bäume aus Knete, Spielbretter aus Kühlschranktüren: Weil es westdeutsche Gesellschaftsspiele in der DDR nicht gab, wurden sie im Osten einfach nachgebaut. Ob “Monopoly”, “Sagaland” oder “Malefiz”, alle Klassiker des Klassenfeindes wurden in den volkseigenen Bastelstuben kopiert.

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Der Busfahrer von Catan

Das Catan-Mobil ist ein umgebauter Schulbus. Jedes Jahr gehen FamilyGames-Mitarbeiter in dem Oldtimer mit verspielter Bemalung auf Deutschland-Reise. zuspieler.de sprach mit Volker Schäfer, Ansprechpartner für das Catan-Mobil. Im Interview verrät er, was seine schlimmste Panne war, wieso das Catan-Mobil nicht Mitglied in der Bundesarbeitsgemeinschaft Spielmobile ist und wie sich die Spielevorlieben der Süd- und Norddeutschen unterscheiden.

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Schwarze Zahlen dank bunter Geschichten

Tanja Mues ist Produktmanagerin beim moses. Verlag. Fotos: moses. Verlag/Montage: Sebastian Wenzel

Die Geschäftsidee der Black Stories ist so einfach wie genial. Man nehme ein erfolgreiches Spielprinzip, das drei Voraussetzungen erfüllt. Erstens muss es Menschen begeistern.. Es sollte zweitens wenig Spielmaterial benötigen. Und drittens darf kein anderer Verlag Rechte an dem Spiel halten. Wenn man dann noch einen guten Illustrator hat, kann man mit relativ kleinem Aufwand einen großen Erfolg erzielen.

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Traue keiner Statistik

Foto: Gerd Altmann, Pixabay

Pfiffige Pressesprecher finden in jeder Statistik eine Entwicklung, die zu den eigenen Unternehmens- oder Branchenzielen passt. Wer keine Lust hat, sich durch Zahlenkolonnen zu wühlen, kann alternativ eine Umfrage in Auftrag geben. Da kann man Fragen so stellen, dass genau das Ergebnis rauskommt, das gesucht wurde. Beispiel gefällig? Stellen wir uns die Frage: Was ist in Deutschland beliebter? Computer- oder Brettspiele?

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Der Spielbetrieb

Foto: Dorfgasthof Tschitscher

Im Hotel von Dieter Mayr-Hassler gibt es keine Fernseher, dafür jede Menge Brett- und Kartenspiele. Seit 1672 ist der österreichische Dorfgasthof Tschitscher im Familienbesitz. Doch Tradition alleine reicht heute nicht, um Besucher anzulocken. Mayr-Hassler grübelte daher vor einigen Jahren über eine neue Geschäftsidee und vermarktet sein Haus seitdem als Spiele-, Lese- und Hörbuch-Gasthof.

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Minderheiten in die Tasche stecken

Karten des Minderheitenquartetts. Foto: Zeitschrift – das Magazin. Illustration: Laura Oechel

Quartette und obskure Themen verhalten sich wie der Teufel und Höllenwasser. Sie ziehen sich magisch an. Beim Minderheitenquartett der „Zeitschrift – das Magazin“ muss man Randgruppen gegeneinander ausspielen, um zu gewinnen. Wer es politisch korrekt mag, sollte das Satirespiel gleich zur Seite legen.

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