Netflix hat die Rechte am Brettspiel Zug um Zug von Asmodee erworben. Damit treibt der Streamingdienst sein Engagement rund um Brettspiel-Adaptionen weiter voran.
Nach den Rechten an Exploding Kittens, Catan und Werwölfe von Düsterwald hat sich Netflix jetzt die exklusiven weltweiten Rechte an Zug um Zug gesichert. Das gab Asmodee in einer Pressemitteilung bekannt.
Die Vereinbarung umfasse fiktionale und nicht fiktionale Projekte, von Spielfilmen über Serien bis hin zu weiteren Formaten. Das erste Projekt sei bereits in Arbeit: ein Spielfilm. Das Drehbuch sollen Ben Mekler und Chris Amick schreiben. Sie sind unter anderem bekannt durch ihre Arbeit an „Kung Fu Panda: Der Drachenritter“. Darren Kyman (Asmodee), Eric und Kim Tannenbaum (The Tannenbaum Company) sowie Jonathan Levine und Gillian Bohrer (Megamix) sollen den Film produzieren. Spieleautor Alan R. Moon ist als Executive Producer beteiligt. Er sagt: „Ich freue mich darauf, diese aufregenden Projekte für die Millionen Fans des Spiels mitzugestalten.“
Brettspielmarken auf dem Bildschirm
Seit seiner Veröffentlichung im Jahr 2004 wurde Zug um Zug, das im Englischen als Ticket to Ride bekannt ist, in über dreißig Sprachen übersetzt und mehr als 20 Millionen Mal verkauft. Mit der Vereinbarung mit Netflix verfolgt Asmodee seine Strategie, Spiele nicht nur auf den Spieltisch, sondern auch auf zu Bildschirme bringen.
Der Film zum Spiel Die Werwölfe von Düsterwald erschien 2024 auf Netflix, ebenso wie die Serie zu Exploding Kittens. Eine Verfilmung von Catan ist in Arbeit. Netflix sicherte sich die Rechte dafür im November 2025. Damals erklärte Thomas Koegler, CEO von Asmodee: „Die Vereinbarung zeigt, dass Brettspiele längst Teil der Popkultur sind und eine beliebte Form der Unterhaltung in jedem Haushalt.“
Monopoly-Show bei Netflix
Netflix ist nicht nur mit Asmodee im Geschäft, sondern auch mit anderen Verlagen. Anfang 2025 erwarb der Streamingdienst von Hasbro die Rechte an Monopoly. Aus dem Spiel soll eine Show werden. „Laut Insidern soll sie als Mischung aus sozialem Experiment und Wettkampfshow funktionieren, irgendwo zwischen ,Squid Game: The Challenge‘ und einem kapitalistischen Überlebensspiel“, schreibt netzwelt.de.
Auch andere Sender setzen auf Brettspiele: Die ARD zeigte im vergangenen Jahr die Reality-Show Werwölfe von Düsterwald. Mit über fünf Millionen Abrufen gehörte die erste Staffel laut Senderangaben zu den meistgestreamten Unterhaltungsformaten 2025 in der ARD-Mediathek. „Der Erfolg von ‚Werwölfe‘ zeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Öffentlich-rechtlich kann auch Reality – und Streaming-Unterhaltung funktioniert. Davon wollen wir im nächsten Jahr noch mehr sehen“, sagte Andreas Gerling, ARD-Unterhaltungskoordinator. Die zweite Staffel soll 2026 erscheinen.



