Dito! ist das Spiel, Die Insel der Mookies das Kinderspiel und Rebirth das Kennerspiel des Jahres 2026. Reiner Knizia, der Autor von Rebirth, schaffte damit ein historisches Triple.
Reiner Knizia hat als erster Autor überhaupt die drei wichtigsten Titel der Brettspielbranche erhalten: das Spiel, das Kennerspiel und das Kinderspiel des Jahres. 2008 gelang Knizia das Double. Damals gewann er mit Keltis das Spiel, und mit Wer war’s? das Kinderspiel des Jahres. Knapp zwanzig Jahre später gewann er mit Rebirth auch das Kennerspiel des Jahres. „Dass es nun das Triple geworden ist, freut mich persönlich natürlich sehr und bedeutet mir viel“ sagte Knizia auf der Preisverleihung.
Die Insel der Mookies ist Kinderspiel des Jahres 2206
Im Kartenspiel Die Insel der Mookies von Florian Sirieix (Kosmos/Scorpion Masqué) versuchen Kinder, möglichst viele Familientrophäen zu sammeln. „Zwei Kartenstapel – zwei Spielende. Zug für Zug zwei Entscheidungen: Die linke oder die rechte Karte? Die Vorder- oder die Rückseite? Auf jeder Karte finden die Kinder traumhaft illustrierte Mookies aus einer von fünf Familien. Wählen sie das Pflanzen-Mookie, das Fossil-Mookie oder doch das Sonnen-Mookie? Die gewählte Karte kommt auf den eigenen Stapel – mit dem gewählten Mookie nach oben. So geht es hin und her, bis einer der Stapel leer ist. Wer nun von einer Familie die meisten Wesen gesammelt hat, erhält deren Trophäe“, schreibt die Jury.
Mit wenig Regeln entsteht bei Die Insel der Mookies am Spieltisch ein spannendes Duell, von dem Kinder nicht genug kriegen können. Die Aufgabe ist elegant auf das Wesentliche reduziert und wächst dabei aber taktisch mit den Kindern mit. Durch die liebevolle Aufmachung entspringt der kleinen Schachtel in wenigen Minuten nicht nur eine Insel, sondern eine kleine Welt.
Jurybegründung
Für das Kinderspiel des Jahres 2026 waren neben Die Insel der Mookies noch Buh Party von Florian Sirieix und Benoit Turpin (Loki) sowie Verflixt Verzaubert von Thomas Dagenais-Lespérance (Game Factory) nominiert.
Dito! ist das Spiel des Jahres 2026
Bei Dito! von Marting Ang (Game Factory, Carletto) versuchen die Mitspieler, zu vorgegebenen Kategorien dieselben Begriffe wie andere Spieler aufzuschreiben. „In jeder Runde wird eine von zwei Kategorien auf der Aufgabenkarte gewählt – von ,Länder mit guter Küche‘ bis zu ,Dafür würden Menschen ihre Seele verkaufen‘. Obwohl gegeneinander gespielt wird, kann nur gewinnen, wer sich gut auf die Assoziationswelten der anderen einlassen kann“, schreibt die Jury.
Auf den ersten Blick ist Dito! ein Wettkampf um die meisten Punkte. Im Kern verbindet es uns aber als Gruppe, denn nur über das richtige Erahnen von Gemeinsamkeiten sind wir selbst erfolgreich. Nebenbei lernen wir unsere Mitspielenden besser kennen. Wissen ist nicht gefragt, sondern Verständnis für die Sicht der anderen – und ein taktisches Gespür für die beste Platzierung der Begriffe.
Jurybegründung
Nominiert für das Spiel des Jahres 2026 waren neben Dito! noch Cozy Sticker Ville von Corey Konieczka (Unexpected Games/Asmodee) sowie Morty Sorty Magic Shop von von Markus Slawitscheck (Schmidt Spiele).
Rebirth ist Kennerspiel des Jahres 2026
Bei Rebirth von Reiner Kinzia (Frosted Games/Mighty Boards) handelt es sich um ein Legespiel. „Ein Plättchen anlegen, Punkte kassieren, Ziele erreichen: Das grundlegende Spielprinzip von Rebirth ist schnell gelernt – ab dann wird es anspruchsvoll: Mit drei Plättchenarten – Energieanlagen, Farmen – belegen wir eine Landkarte wahlweise von Irland oder Schottland. Dabei wollen wir Burgen und Häfen erschließen, Kathedralen bauen, Siedlungen vergrößern und Aufträge erfüllen. Mit jedem Plättchen wird gepunktet, mal mehr, mal weniger“, schreibt die Jury.
Das einfache Grundprinzip von „Rebirth“ eröffnet eine Vielzahl taktischer Möglichkeiten. Das Regelwerk ist elegant und zwingt zur Konzentration auf das Wesentliche. Die direkte Konkurrenz auf dem gemeinsamen Plan führt zu einem lebendigen und interaktiven Erlebnis, bei dem die konstruktive Planung im Vordergrund steht.
Jurybegründung
Nominiert für das Kennerspiel des Jahres 2026 waren neben Rebirth noch Boss Fighter QR von Michael Palm und Lukas Zach (Pegasus Spiele) und Moon Colony Bloodbath von Donald X. Vaccarino (Alea/Ravensburger).
Aktualisierung am 3. September 2026: Ein Autor, drei Auszeichnungen: Reiner Knizia ist der erste Mensch, der das Spiel, Kennerspiel und Kinderspiel des Jahres gewonnen hat. In unserem Triple-Interview verrät er, dass er Besteck aus Flugzeugen klaut, zum Einschlafen Witzbücher liest und sich über unprofessionelle Verlage ärgert.
